WORKSHOP PUPPENBAU:

In allen Workshops sollen behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen und verschiedene Schulkonzepte neben- und miteinander sein und in einer offenen und angenehmen Atmosphäre arbeiten.
Unser Motto: Herausforderung als Konzept und Konzept als Herausforderung!

Ziel:
Für die kleineren Altersgruppe steht die Lust am Spiel im Vordergund. Etwas, zu dem man selbst steht, läßt sich viel besser präsentieren als etwas von "außen" kommendes. Es geht nicht darum, Theater vor anderen zeigen zu müssen, sondern sich selbst darin auszuprobieren und für sich selbst den Spaß am Umgang mit Puppen/Dingen/ Objekten zu erleben bzw. sich damit gegenüber Freunden und Bekannten ausdrücken und mitteilen zu können.

Für die größeren Altersgruppe geht es darum, beim Erwachsenwerden den Spaß und die Lust am Spiel nicht zu verlieren. Darüber hinaus kann ein Einblick in die Komplexität von Theater vermittelt werden.
Je nach Wunsch kann die Verantwortung für eine “Show” übertragen werden, die die Kids frei planen und gestalten können und die je nach Neigung von ”traditionell Theater” bis “spacig abgefahren” werden kann.
Ziel ist eine -mindestens interne- Vorführung ihrer Show, die durch Etüden der jüngeren Altersgruppen ergänzt werden kann.

Bauen:

Gewählt werden Materialien, die einfach und schnell zu verarbeiten sind und denoch ein weites Spektrum an Möglichkeiten bieten. Ist die Arbeit technologisch von den Kindern zu bewältigen, werden sie frei, sich mit gestalterischen Aspekten auseinanderzusetzen.

Aufwärmen:

Eine wesentliche Rolle spielte der physische Aspekt des Workshops: Wohlfühlen im eigenen Körper als Quelle neuer eigener Ideen... Sicherlich nichts Neues, aber wie oft vergessen wir das?

Geschichten suchen:

Bereits während des Puppenbaus werden Formen und Inhalte gemeinsam mit den Kindern hinterfragt, um den Bauprozess mit anderen zu teilen, Gemeinsamkeiten zu finden, neue Anregungen zu bekommen, sich gegenüber anderen zu behaupten. Nach Abschluß des Puppenbaus beginnt die gemeinsame Suche nach bereits entstandenen Geschichten und Konflikten.

Üben:

In Eigenverantwortung suchen die Kinder in Gruppen nach Möglichkeiten, ihre Geschichten zu erzählen. Die Betreuer unterstützen und helfen, wenn es klemmt. Wenn möglich, wird auf ein gemeinsames Sammelthema orientiert.

Spielen:

In einer Woche wird man kein großer Star und auch kein Schau- oder Puppenspieler. Diese Erfahrung liegt am Weg. Bewußt wird auf eine Abschlußvorstellung orientiert, die nicht "anderen" genügen muß, sondern der Gruppe selbst. "Wir spielen uns vor"- Theater als ein Stück Teamarbeit, Pannen nicht als Patzer, sondern als gemeinsame Herausforderung und Chance. Der Abschluß des Workshops ist ein gemeinsames Erlebnis für alle Workshopteilnehmer.